Umfeldanalyse Ihres Shop-Konzeptes

Umfeldanalyse – Der Plan im Labyrinth

Ob Theseus sich aus dem antiken Labyrinth herausgefunden hätte ohne den helfenden Plan der Ariadne. Gut, ein etwas verstaubtes Beispiel, jedoch zeigt es, dass ein wenig Vorbereitung einen guten Ausgang nach sich ziehen kann, wenn Sie von Anfang an darauf achten. Ihr Ariadnefaden durch die Konzeptionierung ist die Analyse Ihres Umfeldes und desjenigen des zukünftigen Onlineshops.


Daher müssen Sie bei der IST-Analyse zu allererst eine persönliche Inventur durchführen. Was benötigen Sie, um die geplanten Ziele zu verwirklichen, und was davon haben Sie vorrätig oder müssen Sie zusätzlich besorgen oder durch Dritte abdecken. Dabei sollte Wertung des jeweiligen Benefits oder Defizits erst am Ende der Analyse in einer kritischen Auseinandersetzung erfolgen.

Methodisch sind verschiedene Herangehensweisen denkbar. Neben der sogenannten Selbstaufschreibung, die im Weiteren noch näher betrachtet wird, kommen noch Befragungen in mündlicher oder schriftlicher Form oder Multimomentstudien zur Anwendung. Die letztgenannte kann bei einer Unternehmensberatung in Auftrag gegeben werden, empfiehlt sich aber nur bei einer sehr hohen Anfangsinvestition von mehr als 200.000 Euro.

Bei der Darstellung des eigenen Standes sind die umfangreiche Daten so wiederzugeben, dass sie das Ziel des Vorhabens nicht außer Acht zu lassen und die Ist-Aufnahme nicht umfangreicher als notwendig zu gestalten. Damit erklärt sich auch das grundlegende Problem einer IST-Analyse. Ist sie zu oberflächlich, übersehen Sie mögliche Probleme und Stolpersteine in der Zukunft, gerät sie jedoch zu genau, besteht die Gefahr, sich in Einzelheiten zu verzetteln.

Die simpelste Möglichkeit, das zu verhindern, ist die jeweilige Bindung an die Zielplanung. Bei der Selbstaufschreibung verifizieren Sie einfach die Gegebenheiten, die sich aus den Zielen ergeben. Haben Sie das Geld, das Know-How und die Zeit, die einzelnen Ziele mit den erforderlichen Qualitäten zu erfüllen? Diese Frage bestimmt sozusagen Ihre Selbstaufschreibung.

Zunächst wird die Art der Aufnahme festgelegt. Dann folgt die Vorbereitungsphase und die Benachrichtigung der betroffenen Mitarbeiter. Schließlich kommt es zur Durchführung der Selbstaufschreibung. Danach werden die gewonnenen Informationen ausgewertet.

Umfeldanalyse - einfach und abschließend

Der Ablauf ist dabei sehr einfach. In einem selbstbestimmten Zeitturnus notieren Sie die Aufgaben, deren Erledigung mit Angabe der Zeit und Realisierungsreihenfolge. Jeder Arbeitsschritt wird festgehalten. Am Ende kann so der Ablauf der Aufgaben dargestellt werden. Problematisch bei der Einbeziehung von Mitarbeitern ist die bewußte oder unbewußte Falschinformation, da die Mitarbeiter nicht kontrolliert werden sollten bei der Selbstaufschreibung. Die damit verbundene Ungenauigkeit in der Informationsbasis ist gleichzeitig eine der Stärken des Systems, da sie gewisse Nachlässigkeiten oder Kommunikationsmängel aufzeigen kann.

Zu unterscheiden sind Tagesberichte, Tätigkeitsberichte und Mängellisten. Tagesberichten erfassen die Tätigkeiten jeden Tag und beinhalten alle Aktivitäten der Mitarbeiter. Tätigkeitsberichte hingegen sind einmalige Aufzeichnungen entsprechend der Notwendigkeit der Tätigkeit. Die Mitarbeiter werden aufgefordert, Zeitbedarf und Bearbeitungsmengen aufgrund von Erfahrungswerten zu erheben.

Großer Vorteil der Selbstaufschreibung sind die relative geringen Kosten und die geringe Störung der normalen Abläufe. Auch der Aufwand sowie die organisatorischen Abläufe für die Erhebung erweisen sich als sehr niedrig.


Entscheidend für eine sinnvolle Selbstaufschreibung ist, dass:

  • die Abläufe repräsentativ sind,
  • die Abläufe eine brauchbare Grundlage für die Erfassung des tatsächlichen Geschehens bieten,
  • die Abläufe leicht erfass- und nachprüfbar sind und
  • die Abläufe eine gewisse Stetigkeit haben

Erfassen Sie also, was Sie normalerweise tun würden, um eine Bestellung zu realisieren, ein Produkt versandfertig zu machen oder eine Produktbeschreibung zu erstellen. Erst mit diesen Erkenntnissen haben Sie später eine realistische Zeit- und Ressourcenplanung in der Projektstruktur.